TERESA IN NEUSEELAND

Am anderen Ende der Welt
 

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Hallo, hallo. So, hier kommen meine Reisepläne: Ich habe am Mittwoch Finlay Park verlassen, nachdem Ian mir angeboten hat, früher zu gehen, um die Fjola einzuholen. Ich bin nach Taupo gefahren, in der Hoffnung, sie dort um 18 Uhr zu treffen. Um 18:20 war sie noch immer nicht da. Ich bin also in ein Internet-Cafe gegangen, wo ich ihre Nachricht bekommen habe, dass sie mit Kiwi Experience so an deren Programm gebunden ist, dass es unmöglich ist, jemanden außerhalb zu treffen. Ich hab ihr eine Nachricht geschickt, dass ich sie trotzdem gerne treffen würde und mir dann ein Backpacker gesucht, wo ich schlafen kann. AM nächsten Morgen hab ich mit Mama und Papa telefoniert, die mich sehr unterstützt haben und mir bei der Entscheidung, doch auch einen Kiwi Experience Pass für die Südinsel zu kaufen, sehr geholfen haben. Die Fjola hat mir zuerst gesagt, dass sie gegen 2 oder 4 da sein wird, im Endeffekt wars dann 8 am Abend. Naja. Freitag bin ich mit ihr herumgegangen, wir haben alles besprochen, ich hab den Kiwi Experience Pass gekauft, den Bus nach Wellington gebucht und wir haben den Hukafalls Jet bestiegen und eine rasante Fahrt damit gemacht. War lustig, wenn auch nicht ganz das viele Geld wert. Gestern bin ich also 6,5 Stunden nach Wellington gefahren, habe eine Brasilianerin und eine Schweizerin getroffen und gemeinsam haben wir was zum Schlafen gesucht. Die Brasilianerin hatte schon im Base Backpackers gebucht und wir haben noch 2 Betten in ihrem Zimmer bekommen. Hat alles super geklappt. Heute bin ich durch die Stadt spaziert, war im Te Papa Museum (toll ist das!!!), hab die Fähre für morgen um 8:15 in der Früh gebucht und hab Kiwi Experience angeschrieben, ob sie für morgen einen Bus von Picton nach Nelson haben (ich hoffe auf eine Antwort!!! Noch heute) Ja…für heute hab ich nicht mehr viele Pläne, es gibt so viel in Windy Welli zu sehen – es ist wirklich sehr sehr windig – z.B. den Zoo, die Weta Cave, Zealandia, Cable Car, den botanischen Garten, Victoria Mountain etc etc etc Ich hoffe, die Fjola meldet sich noch, wann ihre Fähre geht. Und dann ist alles geklärt.

1 Kommentar 5.12.10 04:57, kommentieren

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Okay, okay…Ich muss kurz meine Gedanken sammeln und dann kann ich beginnen zu schreiben.

Also, was ist seit Freitag passiert? Eine Menge!

Erstens: am Samstag habe ich eine Nachricht von Fjola bekommen (das Mädchen aus Island, mit der ich reise), dass sie ihr placement verlassen hat, weil sie mit dem anderen Volunteer überhaupt nicht mehr klar gekommen ist. Ergo hat sie ihre Reisezeit früher begonnen und kann deshalb nicht mit mir reisen.

Haha, mir sind erst mal die Mundwinkel bis zu den Zehen gesunken, bevor ich leicht panisch geworden will: der Nathan will nicht mit mir reisen, selbst bis Montag Vormittag hat noch keiner von den anderen 6-Monats-Volunteers auf meine Reisepartner-Anfrage geantwortet und alleine reisen für 1,5 Monate…es klingt vielleicht dumm und feige, aber da würde ich lieber aufs Reisen verzichten und noch 2 Monate hier im Finlay Park arbeiten!

Montag Abend war ein Board-Meeting, also all die Leute, denen Finlay Park irgendwie gehört und die die eigentlichen Bosse hier sind, sind zum Dinner gekommen.

Ich habe mit den ganzen Kids (die nach ca. 15 Minuten begonnen haben, mich quasi anzubeten und mich überall dabeihaben wollten) ein Kalb, dass ab und zu zu uns rüber kommt, wieder zum Camp Epworth gescheucht und dann mit ihnen den Confidence Course gemacht. Irgendwann ist der Mark gekommen und hat mich gerufen und gesagt, dass ich die Rede vom Ian (Nathan und mir zur Ehre :P) verpasst habe. Ich bin gleich mit schlechtem Gewissen in die Dining Hall gelaufen. Dort hat mir den Ian (nicht vor allen, sondern nur unter uns – zum Glück) ein Armband und eine Kette (beides aus green stone…Jade?) gegeben und mir so sehr für all die harte Arbeit gedankt und so weiter, dass mir fast die Tränen gekommen sind.

Kurz später hab ich wieder mit den Kindern gespielt, war mit ihnen beim See und bin voll bekleidet die Wasserrutsche auf dem boogie board runtergerutscht, um 2 von den kleinen Mädchen zu zeigen, dass nichts passieren kann.

Dann bin ich tropfend wieder zur Dining Hall gegangen, weil sich langsam alle Gäste verabschiedet haben. Auf einmal kommt der Ian zu mir und sagt:“ Hey, ich hab gehört, du sorgst dich wegen deinem Reisen? Du kannst ab sofort losreisen und gegen Weihnachten wieder zurückkommen. So kannst du die Fjola noch einholen, wenn du mit ihr reisen willst.“

Ich stehe da – klatschnass und baff – und bin erstmal total sprachlos. Dann kommt mir: wenn ich jetzt losreise, habe ich für die gesamte Zeit jemanden, mit dem ich reisen kann UND! ich kann beim nächsten Kids Camp wieder im Finlay Park sein! Wuhuu! Jackpot!

Also, gleich gleich ins Internet, Fjola ist auf Facebook online, was für ein Glück, ihr schnell die Lage schildern, fragen, wann und wo wir uns treffen können (Entweder morgen [Dienstag] in Rotorua oder übermorgen [Mittwoch] in Taupo), ich sage, okay, übermorgen in Taupo!

Heute in der Früh dann (heute ist Dienstag), hab ichs Ian gesagt, er hat nur gesagt „Good on ya und schau, dass du dir einen Bus organisieren kannst von Cambridge nach Taupo, jemand wird dich nach Cambridge fahren)…

Ja, jetzt ist es etwa 15 Uhr, der Bus ist schon seit 3 Stunden gebucht (mein 2. englisches Telefongespräch ever), mein Zimmer schaut einigermaßen ordentlich aus und im Prinzip muss ich nur noch das Gewand zusammensuchen, das ich mitnehmen will, staubsaugen, das Zimmer putzen, mein Zeug in den Koffer schmeißen, das ich dalassen will und ja…morgen um 10:25 am geht mein Bus.

 

Also, ganz ehrlich? Wenn das mal nicht spontan ist :P

Ich muss nur noch den Ian fragen, wann er mich hier wieder zurückhaben will.

Und Gus hat sich gefreut, dass ich beim Kids Camp wieder da bin, um in der Küche zu helfen, Nathan hat heute Früh für mich gebetet, Joan hat mir allerlei Unterstützung angeboten und freut sich für mich und bevor das alles festgestanden ist, hat der Mark ganz nachdenklich geschaut und hat gesagt, dass er mal nachschaut, wenn sein Urlaub ist, damit er eine zeitlang mit mir reisen kann.

Ich LIEBE die Leute hier, hab ich das schon mal erwähnt? :D

 

Ich hab auch schon ein Mail für ICYE NZ verfasst, in dem ich meine Situation erkläre und dass ich nicht beim Final Camp sein kann. Ich hoffe wirklich sehr sehr sehr, dass das alles kein Problem ist, aber ich habe schon etliche Konsequenzen erwogen, aber es ist schlicht und einfach nichts illegales dabei, weswegen ist aus Neuseeland gekickt werden könnte. Natürlich könnten sie meinen Vertrag auflösen, aber es sagt ja niemand, dass ich nicht trotzdem reisen kann und wieder zum Finlay Park zurückkommen kann (ich darf halt kein Geld nehmen, das wäre nämlich illegal). Obwohl…versichert wäre ich bei einer Vertragsauflösung nicht mehr…aber bitte, die werden doch hoffentlich nicht so ein Theater machen wegen der 2 Tage Final Camp, die ich verpassen werde. Und ich bin mir sicher, dass der Ian mich unterstützen wird und mit ihnen redet, wenn es Probleme geben sollte.

 

Ja…das ist der Status Quo und da ich die Antwort von ICYE nicht abwarten kann, fahre ich morgen los.

Das passt alles einfach zu perfekt! Hallelujah, ich hab das Gefühl, Gott passt auf mich auf! Das ist doch nicht normal und zufällig, dass sich jede einzelne negative Sache hier in etwas Positives auflöst!?

3 Kommentare 30.11.10 04:45, kommentieren

26.11.2010

Ich bin grad richtig gut drauf!

Heute haben wir gegen 15:30 Uhr Schluss gemacht und ich hab mich gleich auf die Couch geworfen und bin straightaway eingeschlafen. Aber nicht für lange. Gegen 16:15 Uhr hat der Mark angeklopft und gesagt, dass er in 10 Minuten sein Boot fertig hat für die Biscuits!

Da ein heißer Tag war, war mir das mehr als willkommen (vor allem, da ich – Schande über mich – noch nie in dem See hier war).

Biscuits – also, das sind so aufblasbare, runde Gummidinger mit Griffen dran. Heißt also, ans Boot hängen, aufspringen, festhalten und ab geht die Post! Schwierig, schwierig ist es, sich in den Kurven fest zu halten und gutes Armmuskeltraining obendrein

Zuerst haben wir noch Kyla (eine von Ians Töchern – die fünf Kids, die bei Ian und Christine wohnen, sind übrigens nicht ihre leiblichen Kinder, die sind schon ausgezogen) abgeholt und sie hat gespottet. Dann haben wir Shannea geholt, damit sie spottet, während Kyla auf das andere Biscuit geklettert ist. Insgesamt hats mich dreimal reingeworfen. Erstaunlich warm übrigens, obwohl der See doch eine ordentliche Tiefe hat.       

Dann haben wir noch Shannea und Kyla heim gefahren, weil sie zum Abendessen da sein mussten und dann ist auch schon Nathan gekommen! Ihn hats auch ziemlich reingehaut ins Wasser und damit er mich auch mal auf dem Biscuit sehen kann (was er unbedingt wollte), bin ich auch noch mal drauf. Dieses Mal hab ich mich richtig fest gehalten und schön ausbalanciert, auch wenn die Kurven extrem eng und wild waren. Ich glaube, beide, Mark und Nathan, haben fest damit gerechnet, dass ich mich nicht mehr halten kann, aber da haben sie sich geirrt! Haha! Nein, Scherz, meine Arme haben danach so richtig wehgetan :D

Nachher sind wir noch auf der Wasserrutsche gewesen, die, die wir neu gebaut haben. Zuerst ist Mark gerutscht, sehr langsam, hat lustig ausgeschaut, als er doch mit einem ziemlichen Wumms im Wasser gelandet bin. Ich bin mit so einer Matte runtergerutscht, das war vielleicht schnell!

Und dann hat der Nathan all seine Überzeugungskraft aufgebracht, um mich dazuzubringen, mich kopfüber auf einem Boogie-Board die Rutsche runterzuhauen. Geklappt hat es, als er gesagt hat „Ok, come on. We do it with a countdown, just like jumping out of a plane.“ Und das hat funktioniert. Gemeinsam haben wir gezählt und ab gings.

Da schlittert man schon mal gut 20, 30 Meter auf den See hinaus auf diesen Boards. War super.

Ich habs richtig genossen und bald wird auch mal die Rocket ausprobiert und das war alles sicher nicht das letzte Mal! Vor allem nicht, wenns immer heißer und heißer wird wie in den letzten 2 Tagen.

Jaaa…Sonntag geht’s vermutlich nach Auckland, wir haben zwar unsere gratis Bunjee-Jump-Tickets noch nicht, aber wir wollen uns unbedingt eine anscheinende wirklich tolle Christmas Parade dort anschauen und ein bisschen herumhiken und walken.

Habt ein schönes Wochenende, ihr alle!

23.11.2010

 

Heute ist die neue Gruppe reingekommen, 150 Mädchen, die ich auf etwa 13, 14 Jahre schätze. Wir catern, also hab ich den Großteil meines Tages in der Küche verbracht, so, wie ichs mag. Niemand versteht, dass ich die Küche so gern mag, aber der Tag geht unglaublich schnell vorbei, wenn man den ganzen Tag dort ist. Und es macht mir auch wenig aus, dass wir eine halbe bis ganze Stunde früher beginnen, zu arbeiten und bis zu 2 Stunden länger arbeiten am Abend.

So, also, nach der Arbeit hab ich noch rasch unsere (Nathans und meine) Küche geputzt und bin ins Internet J

Beim Vormittagstee heute wurde ich mal wieder aufgezogen, dass ich Vegetarierin bin (alle ziehen mich deshalb auf, spaßeshalber und Dan bietet mir jeden Tag aufs Neue was vom fleischigen Essen an. Ist schon fast ein Insider.) Der einzige, der mich nicht aufzieht, ist Mark (neben Nathan). Ganz im Gegenteil: Mark mutiert selbst fast zum Vegetarier! :D Ich bezwecke überhaupt nicht, ihn zum Vegetarier zu machen, soll doch jeder essen, was er will, aber irgendwann ist mir aufgefallen, dass er sich zusätzlich zum normalen Essen was Vegetarisches nimmt und irgendwann hat er damit begonnen, nur noch das Vegetarische zu nehmen. Heute hab ich ihn drauf angesprochen und er hat gesagt, dass er es mag, weil da so viele Aromen dabei sind, die er vorher nicht gekannt hat J

Fand ich einfach irgendwie lieb.

Ich glaube, die Person, die ich hier am meisten vermissen werde, ist definitiv Mark…das macht mich jetzt schon richtig traurig… sind ja nur noch etwa 3 Wochen hier am Finlay Park L

Ja…das wars auch schon von mir.

Über Mails freue ich mich immer.

5 Kommentare 26.11.10 08:20, kommentieren

15.11.2010 – White Water Rafting Kaituna Waterfall So. Ist ja jetzt schon ein Weilchen her, dass ich mich hier in meinem Blog melde. Was ist also passiert…hm. Eigentlich im Camp nichts besonderes. Letzte Woche hatten wir um die 240 Leute drin. Kids im Alter um 11-13 herum. Unfreundliche Kids – kein Bitte, kein Danke, arrogantes Schulterzucken, null Erziehung und die Eltern nicht besser. Und obendrein Dienstag von 8 bis 19 Uhr mit 1 Stunde Pause, Mittwoch von 7:30 bis 19 Uhr mit 30 Minuten Pause, Donnerstag 7:30 bis 19 Uhr mit 50 Minuten Pause und Freitag von 7 bis 15 Uhr ohne Pause arbeiten. Ich bin jeden Abend noch rasch ins Internet gegangen, um Mails zu checken, für ca. 15 Minuten und dann um spätestens 21 Uhr eingeschlafen. Samstags bin ich dann um 8 aufgewacht mit dem Gedanken „Wow, 8 Uhr! Ich hab aber lang geschlafen!“…so was würd mir daheim nicht passieren :P Heute sind der Nathan und ich nach Rotorua gefahren, um den höchsten kommerziell befahrenen Wasserfall der Welt runter zu raften. 7 m ist der hoch, aber er schaut viel kleiner aus…wie 4m oder so. Auch angefühlt hat er sich nicht wie 7m. Erst bei den Fotos nachher könnte man sich vorstellen, dass er 7m hoch ist, wenn man im Hinterkopf behält, dass das Raft-Schlauchboot-Ding 4,5m lang ist. Eigentlich sind die ja für 6 Leute oder so gemacht, aber Nathan und ich waren allein mit den beiden Guides auf einem. War richtig lustig^^ Ich war mal wieder das einzige weibliche Wesen, da kann man sich ein paar Anzüglichkeiten und ähm…männliche Witze vorstellen Insgesamt gabs auf der Strecke 14 rapids, also Stromschnellen und 3 Wasserfälle. Bei einem kleinen Wasserfall, oder wars eine Stromschnelle? (zählen halbmeterhohe Wasserstürze auch zu Wasserfällen?) sind wir mit dem Raft quasi gesurft, also wir sind so reingepaddelt, dass das Hinterteil des Rafts in die Höhe gestanden ist und wir vorne richtig eingetaucht sind. Ich bin natürlich als Erste dort im Boot gesessen, wo man patschnass wird. Aber wir haben dann Seite gewechselt. Ach ja…beim 7m-Wasserfall sind wir fast umgekippt. Die Guides hats auch sonst wo herumgeschleudert, aber die habens noch gerettet. Zum Glück, auch wenns nicht schlimm gewesen wäre, zu kippen. Einfach beim Raft bleiben und von unter dem Raft nach außen hangeln. Nachher wussten wir nicht richtig, was wir noch machen sollen und haben kurz erwogen, nach Taupo zu fahren und Bunjee zu jumpen :P. Haben wir dann aber nicht gemacht, weil wir noch immer auf die free tickets vom Dan hoffen und warten. Nächstes Wochenende fahren wir nach Auckland, hoffentlich haben wir die bis dahin endlich  Da wir also nicht wussten, was tun, sind wir zum Agrodome und Agro Adventure bei Rotorua gefahren. Das ist so ein Ding mit verrückten Sachen wir Swoop und Shweeb und Zorb. Wir haben überlegt, zu zorben (= in einer Plastikkugel entweder mit Wasser drinnen einen Hügel herunterzuschwappen oder angegurtet und trocken herunterzurollen –typisch Kiwis…nur die können auf so eine Idee kommen), aber es war dann doch ein bisschen zu teuer. Am Heimweg ist der Nathan noch von einer Brücke in den Fluss gesprungen und so haben wir unseren Tag nett beendet (ja: ihn springen zu sehen war auch lustig). Jetzt werden wir dann noch den Film „Life is beautiful“ anschauen und dann geht’s auch schon ab ins Bett. Wir haben wieder eine Gruppe drinnen, aber wir catern nicht, sondern machen nur Aktivitäten. Ich hab noch nie welche geleitet, deshalb werde ich wohl immer mit einem anderen vom Staff zusammen arbeiten. Das ist gut so, denn die meisten Kids von dieser Gruppe sind größer als ich und schauen auch nicht so aus, als würden sie den geringsten Respekt vor mir haben… Außerdem haben der Nathan und ich uns vorgenommen, gemeinsam laufen zu gehen jede Früh. Wir haben gleich vorm Park einen Riesenhügel, bei dem sich fast alle Autos so richtig plagen. Ich kann den vermutlich keine 10m hochrennen, aber das wird sich hoffentlich verbessern. Ach ja. Was ich noch nicht hier im Blog geschrieben habe: wir werden nicht gemeinsam reisen. Der Nate will doch lieber alleine herumfahren und außerdem will er das Auto nicht auf die Südinsel fahren. Also habe ich mich mit einer ICYE-Voluntärin aus Island zusammengesprochen und sie will mit mir reisen  Sie ist zwar von 7.1. bis 14.1. in Fiji und vielleicht fährt sie gleich danach nach Australien, um dort wieder ein Volontariat zu machen, aber das sind trotzdem immerhin 3 Wochen. Und vielleicht häng ich mich dann einfach an jemand anderen an oder so. Ich hab auch schon eine ungefähre Route im Kopf und werde einfach mal schauen, wies kommt. Zuerst war ich ziemlich enttäuscht, dass der Nathan nicht mit mir reisen will, aber 2 Tage später habe ich mich innerlich einfach total „von ihm lösgelöst“ in Sachen Reisen. Ist schon okay. Ich freue mich darauf, mit einem Mädchen zu reisen  Über Mails freue ich mich, über Kommentare ebenso. Aber wenn nicht, ist auch okay. Ergänzung 17.11.2010 Noch was Kurzes zum Erzählen. Josh, Nathan und ich haben so lustig vor uns hin gearbeitet (eine Art Festung für Paint Ball gebaut) und plötzlich ist der Gus gekommen und hat gefragt, ob ich den Truck runter zum See fahren kann, die tubes…Radschläuche? belassen wirs bei tubes holen und sie aufpumpen kann und wieder runterbringen. Ich hab halt gesagt „I can pump up the tubes but I can’t ride the truck..“ Und er starrt mich an und fragt mich, ob ich wirklich nicht Auto fahren kann (er sollte es eigentlich wissen!). Und dann hat er gesagt, dass ich es versuchen soll. Ich bin ja schon mal eine halbe Runde mit dem Campauto gefahren, aber das ist automatisch. Der Truck ist manuell – Kupplung blablabla. Ich hab also gestartet und bin mit Anweisungen losgefahren, eine Runde auf dem Feld, bis der Kommentar kam „Du bist ein Naturtalent, jetzt fahr runter zum See“. Okay…das war scary. Die Straße runter zum See geht erst mal 2 enge Kurven und dann quasi ein Quadrat um so eine Art…Militärtrainingsanlage, also mit Kriechen und Klettern und so… und dann noch eine Kurve um einen Baum herum. Das ging ganz gut. Dann haben wir die laschen tubes geholt und dann…jaja, dann kam der Rückwartsgang, bei dem mir der Truck wegen schlechter Kupplungskoordination erst mal abgestorben ist. Noch dazu Rückwartsgang auf einen Hügel! Buuu. Ich kann Gas und so noch gar nicht einschätzen, also bin ich den Hügel hinaufgerast und in meinen Augenwinkeln hab ich Gus richtig beten gesehen :P Aaaaber, wir habens überlebt. Dann hab ich die tubes aufgepumpt und musste sie wieder runter bringen. Natürlich sind lauter Mädchen auf der Straße gestanden. Und als wir die tubes abgeladen haben, kam wieder der Rückwärtsgang. Grad zu dem Zeitpunkt sind der Nathan und der Quintin gekommen und hinten raufgehüpft. Das rückwärts fahren war noch schlimmer als bei ersten Mal und der Gus hat den Mädchen hinter uns zugerufen (die hingeschaut haben) „It’s her first time, no worries!“. Naja, das zweite Mal bin ich den Hügel nicht so hinaufgerast und im Endeffekt habens dann alle überlebt :D Wie zum Teufel kann man Rückwärtsgang fahren??? Naja, Gus ist trotzdem noch überzeugt, dass ich ein Naturtalent bin und Nathan ist sich sicher, dass ich ein Mensch bin, der automatisch schnell mit Autos fahren will (Hallo, Papa! Ähnlichkeiten?). Nun, ich glaube auf jeden Fall, dass ich jetzt öfter mal gefragt werde, ob ich den Truck wo hinfahren will :P So, ich muss dann gleich wieder an die Arbeit (ist gerade Mittagspause) Ich werde dann bei „Top Team“ die Puzzles überwachen, hab ich gestern schon gemacht, aber heute sind die Mädchen dran, gestern waren die Buben. War recht nett, die haben mich immer „Miss“ genannt, wenn sie mich angesprochen haben. Ich könnt mich dran gewöhnen

10 Kommentare 17.11.10 07:22, kommentieren

Sooo, mal wieder ein kleines Update von mir. Also…ich beginn mal mit dem vergangenen Wochenende. Am Samstag war die Hochzeit von Dan und Emma-Lee. Es war wirklich eine wunderwunderschöne Hochzeit  Ich hab von 10 bis ca. 15 Uhr geholfen (also, vor und nach der Zeremonie). Ich muss sagen, das Lied war auch wirklich schön ausgesucht: „Your Guardian Angel“ von The Red Jumpsuit Apparatus. Hörts euch das Lied an  Bei dem langsamen Part am Anfang sind die Brautjungfern nach vorne gegangen. Gegen 2:30 Minuten wird der Song auf einmal lauter und so und dann ist die braut gekommen. Hat super gepasst und war natürlich geplant so. Das restliche Wochenende war recht ruhig. Dienstag Mittag ist dann die King’s College Gruppe reingekommen – klingt nobel und diese Privatschule ist wirklich ziemlich fancy. Natürlich, gleich nachdem die ersten Lehrer angekommen sind und mich in der Küche was gefragt haben, ist eine FETTE, RIESIGE Ratte durch die Küche gerannt…zum Glück hat der Lehrer sie nicht gesehen. Ich hab sie rausgejagt und kurz darauf hat das Viech zur anderen Tür wieder reingeschaut… o.O Heute hab ich zwar keine Pause gehabt, aber ich hab nach dem Frühstück die „Power Station Study“ mitgemacht. In der Nähe vom Finlay Park ist eine alte Power station unter dem Wasser. Sie wurde geflutet, weil sie zu wenig Energie produziert hat. Wir sind mit einem Boot zu einer kleinen Insel gefahren, wo die Kids „Animal Survival“ spielen und dort am Rand sieht man sogar noch Treppen und Schienen, die runter führen – ca. 18 Meter tief! Was recht beeindruckend. Jaaa…das wars auch schon von mir 

1 Kommentar 27.10.10 09:46, kommentieren

Samstag gegen Mittag sind der Nathan und ich aufgebrochen, um nach Napier zu fahren. Die Fahrt war relativ lang, ungefähr 4 Stunden – oder sogar 5? Irgendwas dazwischen. Wir sind also in Napier angekommen, waren in der iSite und sind dann ein bisschen durch das City Center geschlendert. Dann an der Küstenpromenade entlang und danach haben wir uns am Strand auf einen Baumstumpf gesetzt und etwas gegessen. Irgendwann sind wir hintenüber gefallen und haben herumgeblödelt, bis wir vor Lachen kaum mehr Luft bekommen haben. Den restlichen Tag und Abend waren wir eigentlich nur noch auf der Suche nach einem Campingplatz – erfolglos. Wir wollten nämlich definitiv keine 20 Dollar zahlen, geschweige denn 41! Irgendwann haben wir nur noch nach einem Platz an der Straße gesucht, wo wir parken können, ohne Gefahr zu laufen, von der Polizei weggescheucht zu werden und ein ticket zu bekommen. Letztendlich haben wir im Auto geschlafen. Am nächsten Morgen bin ich etwa gegen 6:30 Uhr aufgewacht und kurz später hat jemand ans Autofenster geklopft und gefragt, ob alles okay ist. Als wir beide wirklich wach waren, sind wir Richtung Hastings gefahren. Dort haben wir zuerst zu Fuß und dann mit dem Auto nach dem Farmer’s Market gesucht und letztendlich gefunden. Bei wunderschönem Sonnenschein sind wir auf dem Marktgelände herumgegangen, haben ein bisschen was gekauft und haben uns dann ins Gras gesetzt und 2 Männern und einer Frau zugehört, die Gitarre gespielt und gesungen haben. Irgendwann sind wir dann wieder gegangen und zurück nach Napier gefahren, wo wir ins National Aquarium of New Zealand gegangen sind. Das war richtig cool. Dort haben wir sogar einen Kiwi gesehen! Die sind viel größer, als ich gedacht habe. Und wie die laufen: ein bisschen schwerfällig und total lieb irgendwie. Dort war auch eine Zeichnung, die die Proportion von Ei zu Kiwi gezeigt hat: Kiwis legen im Vergleich zu ihrer Körpergröße die größten Eier. Wenn ein Weibchen das Ei noch in sich trägt, dann hängt ihr Bauch bis auf den Boden…Autsch! Nach dem Aquarium sind wir noch ins Napier Prison gefahren und haben dort eine Audiotour gemacht. Dort wär ich nicht gern Gefangener gewesen…Nathan fährt Halloween wieder hin und macht eine Special-Tour mit, aber ich…ich nicht, ganz ehrlich, ich brauch keine Special-Scary-Halloween-Tour, um dort Angst zu haben! Heute gegen 9 Uhr oder so ist Ian zu uns ins Flat gekommen und hat gefragt, ob wir heute arbeiten können und dafür Freitag frei haben. Wir haben zugestimmt, also war heute ein normaler Wochentag, ich hab begonnen, den Gang vor den Mädchenzimmern staubzusaugen und zu wischen, dann hab ich die Dining Hall aufgekehrt, die Tische gewischt und dann hab ich eh schon in der Küche geholfen.

Die letzten 2 Fotoalben:

http://picasaweb.google.com/102883421888292779296/CoromandelPeninsula47102010?authkey=Gv1sRgCOfNjfLQ0NGV7AE#

http://picasaweb.google.com/102883421888292779296/NapierHastings1617102010?authkey=Gv1sRgCJyMibaz3NaFjAE#

18.10.10 10:20, kommentieren

Feuer beim Finlay Park

Heute ist ein neues Camp reingekommen, viele kleine Kinder – egal.

 

Das Interessante an heute ist, dass auf der anderen Seite vom Fluss, direkt in Sichtweite vom Finlay Park, ein Feuer ausgebrochen ist. Naja, ausgebrochen ist nicht ganz richtig, jemand hat seinen Müll und wasweißich verbrannt (die letzten 2 Tage waren enorm windig!) und durch den Wind waren die Pflanzen total ausgetrocknet und die Funken haben sich sehr schnell ausgebreitet. Es ist so eine Art Abhang, das heißt, die Feuerwehrautos mit ihren Schläuchen können die oberen „Hot Spots“ nicht erreichen. Und jetzt, wo es dunkel ist, schaut es so aus, als wären viele Menschen mit sehr starken Laternen und Fackeln da drüben, es sind einfach irrsinnig viele kleine Spots.

Am Nachmittag wurde dann ein Helikopter dazu gerufen, der aber zuerst wegen dem Wind nicht starten konnte. Jetzt fliegt er die ganze Zeit herum, holt mit einem großen Kübel Wasser aus dem Fluss, schüttet es über die Flammen, dreht wieder um, holt erneut Wasser und ab und zu ist das Feuer wieder da, wo er es gerade getroffen hat. Je dunkler es wird, desto mehr Spots sieht man, vorher hat grad ein sehr großer Baum Feuer gefangen.

Für die Kids ist das natürlich ein Spektakel und alles und sehr aufregend.

Aber ich befürchte, die werden die ganze Nacht damit verbringen, das Feuer zu löschen. Und der Wind wird einfach nicht weniger, das machts auch nicht einfacher.

Das Feuer ist soweit unter Kontrolle, aber die werden nicht aufhören, bis es endgültig gelöscht ist.

Dort drüben sind keine Häuser und irgendwann würde das Feuer auf Wasser treffen, aber dennoch. Der Schaden und der Preis für den Helikopter ist jetzt schon auf ein paar tausend Dollar…

 

Naja, wie ich dort gestanden bin und das Feuer angeschaut habe, sind Kids gekommen und haben begonnen, mit mir zu reden, übers Feuer zu diskutieren, von hinten zu kommen und zu fragen „I don’t want to be rude, but…Who are you?“ XD Haa…good stuff.

By the way…das Feuer ist schon wieder größer geworden. Und: ich bin gerade in Quintins Flat, also am anderen Ende vom Camp und sehe trotzdem die Hot Spots am oberen Ende vom Abhang – ziemlich groß! Ich bin wirklich neugierig, wies morgen früh ausschaut.

5 Kommentare 12.10.10 09:39, kommentieren