TERESA IN NEUSEELAND

Am anderen Ende der Welt
 

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Coromandel Peninsula

Sooo, das waren unsere Tage auf der Coromandel Peninsula J Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter, das mal vorneweg.

 

Gestartet haben wir Montag um 13 Uhr herum. Die Coromandel Peninsula ist wirklich nicht weit weg von uns und so war die Ankunftszeit mit ein paar Zwischenstopps und einmal umdrehen wegen vergessenen GPS etwa 17 Uhr. Wir waren also in Coromandel Town, haben uns dort ein Magazin besorgt zum Durchblättern nach einem netten Tag, haben dummerweise die Öffnungszeit der iSite grade verpasst (normalerweise 9-17 Uhr) und sind wieder zu einem wunderschönen Spot zurückgefahren, bei dem wir schon bei der Hinfahrt stehen geblieben sind – unglaublich eindrucksvolle, saftig grüne, irrsinnig steile grüne Hügellandschaft, gefleckt mit weißen Schafen und ihren Lämmern, die sich schnell vor uns in Sicherheit gebracht haben und wunderwunderschöner Blick aufs Meer. Dort haben wir also geparkt, uns unser Abendessen gepackt und haben einen der Hügel erklommen und gegessen und gelesen und geredet, geredet, geredet bis zum wunderbar kitschigen Sonnenuntergang (unser Versuch: als man noch etwa 1/8 der Sonne gesehen hat, haben wir unsere Köpfe weggedreht, bis 10 gezählt und wieder hingeschaut: weg war er, der orangerote Feuerball). Geredet haben wir noch bis ca. 20 Uhr und mit der kommenden Dunkelheit haben auch wir uns zur Ruhe gebettet – im Auto, Nathan auf der Rückbank und ich am Beifahrersitz – immerhin konnte ich so meine Beine ausstrecken. Irgendwie war uns beiden recht kühl die Nacht hindurch und am nächsten Morgen sind wir draufgekommen, warum: wir haben vergessen, den Kofferraum zuzumachen… o.Ô

Am nächsten Tag, Dienstag, haben wir dann die iSite aufgesucht und nach dem Weg zum New Chums Beach gefragt, ein „Insider“-Strand und angeblich einer der 20 schönsten der Welt. Dort sind wir also angekommen, nachdem wir einen kleinen Fluss durchwatet haben (zum Glück war gerade Ebbe und das Wetter warm), über Stones gehoppt sind und 15 Minuten lang einem zugewachsenem Pfad gefolgt sind. Wunderschöner Strand, ehrlich. Warm genug war es, um ins Wasser zu gehen, immerhin bis zur Hüfte und dann noch einmal den Strand auf und ab zu gehen, bevor wir wieder zurück marschiert sind.

Dann gings ab zum nördlichen Teil der Coromandel Peninsula. Wieder zurück nach Coromandel Town, dann von dort aus weiter bis nach Colville (dort gibt es eine Gemeinschaftshalle, einen Store (den letzten und auch die letzte Möglichkeit zum Tanken) und ein Cafe, das wars) und dann die steinige, schmale, extrem gewundene Küstenstraße entlang bis zur Fletchers Bay, wo wir unser Zelt aufgeschlagen haben.

Bei den Straßen dort fühlen sich sogar 25 km/h zu schnell an.

Am Abend sind wir dann am Strand gesessen, bis es dunkel war und dann schlafen gegangen.

Mittwoch sind wir gegen 5:30 Uhr aufgewacht, haben das Zelt abgebaut, haben unser Zeug ins Auto geworfen und sind wieder losgefahren.

Ab zum Hot Water Beach, ein gefährlicher Badestrand und komplett leer – bis auf eine etwa 6m breite und 10m lange Zone, wo sich Dutzende ihre eigenen Hot Pools am Strand graben. Wo man graben muss? Dort, wo der Sand warm ist. Aber Achtung, wenn möglich, sollte man sich neben seinen Hot Pool auch ein kleines Loch mit kaltem Wasser graben, um sich nicht zu verbrennen – und ja, das Wasser ist fast schon kochend heiß.

Danach gings ab zur Cathedral Cove, vom Carpark ein 30-Minuten-Spaziergang durch Hügel, Regenwald und Flachland, bis man zum eindrucksvollen und abgesperrten Torbogen kommt. Schwer zu beschreiben, einfach mal googlen. Obwohl abgesperrt, sind Nate und ich und auch andere auf die andere Seite gegangen zu einem noch schöneren Strand.

Dann wieder den ganzen Weg zurück und ab in Richtung Waihi.

Waihi hat viel Gold Mining Geschichte und in der iSite gibt’s ein kleines Museum dazu, wirklich interessant. Gleich gegenüber steht das Cornish Pumphouse und dahinter ist ein riesiges, riesiges Loch im Boden – dort wird Mining betrieben. Wenn man nur so daneben steht, dann sieht man den Boden nicht, dazu muss man auf einen kleinen Hügel gehen…gigantisch! (wie wir später von Ian erfahren haben, füllen sie die ganzen Minenlöcher mit Wasser an und machen Seen draus – also: Grundstücke dort kaufen, solange sie billig sind und in einer angeblich absehbaren Zeit hat man einen See, der das Grundstück enorm aufwertet)

Wir sind dann in Richtung Karangahake Gorge gefahren, haben es uns dort erst mal auf dem Dickeys Flat Campground bequem gemacht und sind dann einen wunderschönen Regenwald-Track neben dem Fluss dort entlang gegangen. Dort gibt es noch immer Tunnel und Rohre und alles…und man sollte in dieser Gegend überhaupt eher auf dem Pfad bleiben – Einsturzgefahr, falls man versehentlich eine alte Mine findet.

Wir konnten nicht den ganzen Weg gehen, weil es dunkel geworden ist, aber es war wunderschön.

Am nächsten Tag sind wir gleich in der Früh zum Karangahake Gorge Historic Walkway gefahren, aber nach 20 Minuten ist uns irgendwie die Lust dran vergangen, weil gleich zu Beginn sehr eindrucksvolle Minen-Ruinen waren und dann auf der Brücke, die wir hätten queren müssen, eine Baustelle war…

Auf dem Weg zurück nach Hause sind wir noch in Paeroa stehen geblieben, berühmt für L&P, ein Getränk „world famous in New Zealand“. Paeroa ist eigentlich auch so ganz nett und erstaunlich groß für eine NZ-Stadt. Okay, groß ist hier keine einzige Stadt, noch nichtmal im österreichischen Sinne, aber immerhin.

Donnerstag Mittag waren wir wieder im Finlay Park. Wir haben die Tage auf der Coromandel Peninsula wirklich genossen und werden auf jeden Fall wieder hinfahren, mehr schöne Walks und Strände erforschen!

 

PS: Ich habe in meinem Reiseführer geblättert und den Namen eines Hügels gefunden, dessen Name übersetzt etwa „ Die Kuppe des Hügels, auf dem Tamatea, der Mann mit den großen Knien, der Berge hinabrutschte, emporkletterte und verschluckte und der rund um das Land gesegelt war, seiner Liebsten auf der Flöte spielte“. Wie diese Übersetzung schon vermuten lässt, ist der Name des Hügels nicht gerade kurz^^: *trommelwirbel*

Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu

Nett, oder? Das Dorf Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch in Wales ist nix dagegen, geschweige denn der isländische Vulkan Eyjafjallajökull.

Das einzige, was ich da rauslesen kann ist „tamatea“, also der Name des Mannes und „maunga“, was Berg heißt. (Mt. Maunganui ist also der „große Berg“ – nui = groß

9.10.10 09:58

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Anna (10.10.10 10:38)
Pfah, es hört sich so schön an (:
Und die Fotos sind auch toll! Ich glaub ich muss auch mal nach Neuseeland :D
Ich wünsch dir noch viel Spaß!

LG,

Anna

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